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1. Juli 2015

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Demenz hat viele Gesichter

Demenz – das ist nicht eine einzelne Erkrankung, sondern der Überbegriff von etwa 50 verschiedenen Einzelerkrankungen, die aber alle eines gemeinsam haben: Den Abbau der Gehirnleistung, denn im Gehirn sterben Zellen ab und die Verbindung zwischen ihnen lösen sich. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an einer Demenz zu erkranken. Es gibt aber durchaus Menschen, die bereits deutlich vor ihrem 65. Lebensjahr an einer Demenz erkranken. „Im Alter von 45 bis 65 Jahren ist etwa jeder tausendste betroffen, in Deutschland zwischen 20.000 und 24.000 Menschen“, so die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V., Selbsthilfe Demenz.

Alzheimer-Demenz
In Deutschland leben mehr als 1,5 Millionen Menschen mit Alzheimer. Sie ist die bekannteste und häufigste unter den Demenzerkrankungen.
Der Verlauf der Krankheit wird in drei Stadien unterteilt: Am Anfang der Krankheit leidet das Kurzzeitgedächtnis. Die Menschen sind vergesslich, können sich schwer konzentrieren und verlegen Gegenstände. Wortfindungsstörungen und Orientierungslosigkeit kommen hinzu. Schreitet die Erkrankung fort, ist das Langzeitgedächtnis betroffen. Dann werden auch nahe Angehörige nicht mehr erkannt. Im letzten Stadium verstärken sich die Symptome und die Menschen mit Demenz bauen auch körperlich ab. Alzheimer schreitet bei jedem der betroffenen Patienten unterschiedlich schnell fort, durchschnittlich leben sie noch acht Jahre, gerechnet ab dem Zeitpunkt, an dem erste Symptome auftreten.

Demenz 1

Vaskuläre Demenz
Die vaskuläre Demenz ist die zweithäufigste Demenzform. Bei etwa jedem fünften Menschen mit Demenz liegt die Ursache an Durchblutungsstörungen, die durch kleine Schlaganfälle verursacht werden. Die vaskuläre Demenz ist mit Alzheimer leicht zu verwechseln, denn die Menschen wirken verwirrt, sie reden unzusammenhängend und können sich schlecht orientieren. Diese Symptome treten aber oftmals früher und heftiger auf als bei Alzheimer. Die Gedächtnisleistung bleibt bei einer vaskulären Demenz aber häufig länger erhalten als bei Alzheimer.

 

Lewy-Körperchen-Demenz
Bei der Lewy-Körperchen-Demenz lagern sich in den Nervenzellen des Gehirns Eiweißreste ab, die nicht richtig abgebaut werden. Sie sind seltener als die sogenannten Plaques, die bei Alzheimer auftreten. Sie lösen häufig schon im frühen Stadium Sinnestäuschungen aus. Die Hirnleistung unterliegt bei dieser Form großen Schwankungen.
Den Namen der dritthäufigsten Demenzerkrankung verdankt sie ihrem Entdecker, dem Pathologen Friedrich H. Lewy. Der Mitarbeiter von Alois Alzheimer entdeckte in der Großhirnrinde und im Hirnstamm von Patienten mit Demenz Einschlüsse in den Nervenzellen, die die Kommunikation der Zellen untereinander behindern.

Zum Arzt
Wer über einen längeren Zeitraum merkt, dass sein Gedächtnis ihn im Stich lässt und die Orientierung schwer fällt, sollte seinen Hausarzt aufsuchen. Manchmal ist es auch der Partner, der die Veränderungen zuerst bemerkt. Auch er kann sich an den Arzt wenden und nachfragen. Dort kennt man den Patienten und kann ihn einschätzen. Sollte ein Verdacht einer Demenz bestehen, gibt es eine Überweisung zum Neurologen oder zu einer Gedächtnisambulanz. Dort können spezielle Demenz-Tests Aufschluss bringen.
Bei allen Bildern von alten Menschen, die niemanden mehr erkennen und sich kaum artikulieren können, sollte man nicht vergessen, dass dies „nur“ das Ende beschreibt. Es gibt den Punkt, an dem die Diagnose fällt und ab da hat der Erkrankte noch ein Leben und das kann er würdevoll, selbstbestimmt und lebenswert gestalten.


Buchtipps
Es gibt viele Bücher rund um das Thema
„Demenz“. Hier drei von ihnen:

Udo Baer, Gabi Schotte-Lange: Das Herz wird nicht dement: Rat für Pflegende und Angehörige
Beltz Verlag, ISBN 978-3407859662

Christine Bryden: Nichts ohne uns, über uns!
20 Jahre als Aktivistin und Fürsprecherin für Menschen mit Demenz (erscheint im November 2016),
Hogrefe, ISBN 978-3456856629

Bettina Tietjen, Unter Tränen gelacht: Mein Vater, die Demenz und ich
Piper Taschenbuch, ISBN 978-3492309011

Weitere Informationen:
www.wegweiser-demenz.de
www.alz.org
www.deutsche-alzheimer.de
www.trotzdemenz.de
www.alzheimer-hamburg.de

Alzheimer-Telefon, Mo.-Fr. 10-13 Uhr,
Mo. und Do. 13-16 Uhr, Mi. 16-19 Uhr,
Tel.: 040/47 25 38


S. Rosbiegal © SeMa

 

 

Als die Kaffemühle streikte – Geschichten zum Vorlesen für Demenzkranke

 

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