Schrift ändern:AAA

Stromspar-Check

Warum unnötiges Geld für Strom bezahlen?

„Spare in der Zeit – dann hast du in der Not“. Zum Jahreswechsel 2017/2018 haben sich viele Bundesbürger offensichtlich dieses alte Sprichwort ins Gedächtnis gerufen und sich vorgenommen, wieder mehr „auf die hohe Kante“ zu legen. Besonders sparbereit sind die jüngeren Befragten:
49 Prozent der 18- bis 29-Jährigen und 44 Prozent der 30- bis 39-Jährigen, aber nur 27 Prozent der 50- bis 59-Jährigen und 33 Prozent der
über-60-jährigen gaben an, im kommenden Jahr mehr sparen zu wollen.
(Quelle: Versicherungs-Magazin)

Gesparter Strom ist bares Geld

Aber Elektrizität? Abgesehen von Akkus und Power-Banks für kleinste Mengen kann man Strom für „Notzeiten“ nicht zurücklegen. Aber Strom sparen, das ist dennoch möglich. Und zwar sehr schnell. Denn seit 2010 bietet die Caritas in Hamburg mit Unterstützung der Umweltbehörde einen kostenlosen sogenannten Stromspar-Check an, der sich umgehend auszahlt. Die Beratung umfasst die Bereiche Strom- und Wassersparen sowie Heizen. Das Angebot richtet sich an Hamburger Haushalte mit geringem Einkommen (z. B. Hartz IV, Wohngeld, Sozialhilfe, Grundsicherung). Damit sind über 250.000 Haushalte berechtigt, den kostenlosen Service zu beanspruchen. Tatsächlich waren es seit Projektanlauf lediglich gut 11.800. Warum wohl – weil das Angebot kostenlos ist?  

Hapes Oma auf dem Holzweg

„Was nichts kostet, ist auch nichts“, zitiert Hape Kerkeling seine lebenskluge Oma in seinem Bestseller „Ich bin dann mal weg“. Die Oma in Ehren, aber zumindest bezüglich des Strom-Checks irrt sie gewaltig. Denn neben der Ersparnis an Stromkosten erhalten die Haushalte außerdem je nach Bedarf kostenlos ein den Bedürfnissen angepasstes Paket an Soforthilfen wie etwa  LED- Sparleuchten, schaltbare Stecker- leisten, sparsamer Duschkopf etc. im Wert von bis zu Ä 70,–. Auch die Anschaffung eines neuen Kühlschranks wird ge- fördert – vorausgesetzt das Altgerät ist mindestens zehn Jahre alt. Da der Zuschuss für einen neuen Kühlschrank A++ 100,– beträgt und solche Geräte bereits zu Preisen von unter  150,– im Handel sind, lohnt es sich allemal, den Service der Caritas zu nutzen. Denn durchschnittlich  178,– stehen nach dem Besuch der Stromhelfer der Caritas jährlich weniger auf der Rechnung für Strom und Wasser.

Gesparter Strom fehlt nicht, und billigerer Strom ist nicht dünner

Gut beraten bedeutet Stromeinsparung keine Komfortminderung im Haushalt, sondern ist ein Beitrag zum Umweltschutz und füllt ganz nebenbei die eigene Kasse. Denn Stromkosten sind pauschal im Hartz-IV-Regelsatz enthalten. Jeder Euro, der eingespart wird, steht damit  für andere Zwecke zur Verfügung. Unabhängig davon ist es leider so, dass der pauschalierte Stromanteil eindeutig zu niedrig ist.  Er liegt aktuell monatlich bei  35,– beziehungsweise   420,– im Jahr. Dafür ist bei einem angenommenen jährlichen Bedarf für einen Einpersonenhaushalt von 1.500 kWh heute kein Lieferant zu finden. Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall, regelmäßig mittels eines Vergleichsportals im Internet die Preise zu überprüfen und beherzt auch den Anbieter zu wechseln. Das geht schnell, und der billigere Strom ist weder schlechter noch können Lieferlücken entstehen. Ein Tipp, den nicht nur Haushalte mit geringem Einkommen beherzigen sollten!

Beratung im Haus und auch für Gruppen

Die Beratung wird derzeit im Rahmen von zwei Hausbesuchen von insgesamt zwölf Caritas-Mitarbeitern durchgeführt, die gründlich für den Einsatz als Stromhelfer vorbereitet und geschult wurden. Termine für einen Hausbesuch oder ein Stromspargespräch in größerer Runde erhält man im Regelfall innerhalb von einer Woche. Gern bietet die Caritas auch Infoveranstaltungen für Gruppen bei Seniorenkreisen, zum Beispiel auch in Kirchengemeinden, an. In beiden Fällen ist eine Terminvereinbarung unter Tel. 040/18 04 64 22 und per E-Mail stromspar-check@caritas-hamburg.de möglich. Allerdings ist die Beratung auf das Hamburger Stadtgebiet beschränkt!