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„Töchter ohne Väter“

... ein Dokumentarfilm 25. Oktober 2019 um 19 Uhr

Nachdem im Frühjahr mit großem Erfolg derDokumentarfilm über die „Söhne ohne Väter“ in Wandsbek-Gartenstadt gezeigt wurde, lädt die Pfarrstelle „Seelsorge im Alter“ nun zum Dokumentarfilm über die Töchter der Kriegskinder-generation ein, die ohne Vater aufgewachsen sind. Neun kriegsbedingt vaterlos aufgewachsene Töchter sprechen in diesem Film über ihre Erfahrungen, Gedanken und Gefühle. Der Regisseur Andreas Fischer gestaltete einen eindrücklichen Film, der die gemeinschaftliche Erfahrung der Vaterlosigkeit in der Kriegskindergeneration vermittelt: Rund ein Drittel aller Kinder wuchsen in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg ohne Vater auf.

Die Folgen einer solchen Kindheit wurden lange Zeit nicht wahrgenommen oder verharmlost. Die führenden Kinderärzte der Nachkriegszeit waren der Meinung, dass Bombenkrieg, Bilder der Zerstörung, die Erlebnisse von Flucht und Vertreibung und das Aufwachsen mit nur einem Elternteil keinen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung von Jungen und Mädchen hatten. Erst seit gut zwei Jahrzehnten wird in Familien und in der Öffentlichkeit offen über die Erfahrungen der Kriegskinder gesprochen, und die „vergessene Generation“ (Sabine Bode) hat ihr Schweigen gebrochen und sich selbst zu Wort gemeldet. Im Dokumentarfilm von 2016 kommen nun die Töchter zu Wort. Es entsteht ein intensives Porträt einer ganzen Generation.
Aufgeführt wird der Film am 25. Oktober um 19 Uhr im Gemeindehaus St. Stephan in der Stephanstraße 117 in 22047 Hamburg. Der Eintritt ist frei. Nach dem Film gibt es die Möglichkeit zum Austausch, mit einem kleinen Imbiss,  unter der Moderation von Diakonin Helga Westermann und Pastor Jan Simonsen. Für weitere Informationen steht Jan Simonsen unter der Tel. 040/69 64 50 40 gern zur Verfügung.