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Hatha Yoga bei 40 °C

24 Asanas und zwei Pranayama – so setzt sich Bikram Hot Yoga zusammen. Dabei werden die Körper- und Atemübungen im heißen Raum durchgeführt. Eine Wohltat für Körper und Seele.

 

Vorkenntnisse benötigt der Interessierte nicht. Noch nicht einmal in Yoga, denn durch die Wärme beim Hot-Yoga-Training werden die 24 Körperübungen mit so einer Ruhe ausgeführt, dass auch ein Anfänger gut folgen kann. Dadurch sind sie schonender für Gelenke und Muskeln als Bewegungen bei vielen anderen Sportarten, sodass Bikram Hot Yoga für jeden und vor allem auch für ältere Personen bestens geeignet ist. Vorsichtig sein sollte aber, wer an zu niedrigem oder hohem Blutdruck leidet oder eine akute Entzündung hat. Ist das aktuell nicht der Fall, dann kann es auch schon losgehen: Bei 40 Grad im Übungsraum wird einem mehr als warm.

Richtig vorbereitet zum Hot Yoga

„Das Binde- und Muskelgewebe wird weicher und elastischer, und die Bewegungsmöglichkeiten sind größer als im kalten Raum“, erklärt Uschi Moriabadi. Die Diplom-Sportlehrerin der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement empfiehlt Hot Yoga vor allem für diejenigen, die zu Verspannungen und eingeschränkter Beweglichkeit neigen. Einsteiger sollten sich aber eine Eingewöhnungszeit nehmen, zunächst kürzere Kurse besuchen und vor allem viel Wasser trinken – vor, während und nach dem Training, damit man gut hydriert bleibt. Wer das beachtet, der wird die positiven Wirkungen des schwitzenden Yogas in vieler Hinsicht bald spüren: Die insgesamt 26 Yoga-Übungen, die aus dem klassischen Hatha Yoga kommen, werden nach und nach so ausgeführt, dass sie systematisch jeden Teil des Körpers ansprechen, also nicht nur jeden Muskel, sondern auch die Venen, die Bänder und sogar die inneren Organe. Außerdem wirken sich die Übungen auch auf das Wohlbefinden, die Seele und einen guten Schlaf aus.

Positive Folgen von Yoga bei Wärme

Die Schulen, die Bikram Yoga anbieten, sind so ausgestattet, dass die Teilnehmer stets wissen, was sie erwartet: Eine Übungsabfolge von 26 einfachen, traditionellen Hatha-Yoga- Übungen. Den Anfang bildet immer eine Atemübung, dann werden die 24 Asanas, also die Yoga-Körperübungen, zweimal durchgeführt, sodass eine Übung auf der nächsten aufbaut. Zum Abschluss kommt dann wieder eine wohltuende Atemübung. Das alles in einem angenehm durchgewärmten Raum, was zu mehreren positiven gesundheitlichen Auswirkungen führt, wie etwa diesen:

• Das Herz-Kreislaufsystem wird aktiviert und dadurch werden die Sauerstoffaufnahme und der Sauerstofftransport verbessert. Dieser lässt sich im Körper ca. 300 Prozent besser nutzen.
• Die Durchblutung und die Nährstoffversorgung der Muskeln und des Knorpelgewebes werden aktiviert, sodass sich die Kontraktions- und Dehnfähigkeit der Muskeln bessert. Dauerhaft sinkt so         auch das Verletzungsrisiko.
• Der Schweiß, der beim Hot Yoga entsteht, kühlt den Körper ab und trainiert dauerhaft so auch die     Temperaturregelung des Organismus.
• Die Körperübungen stärken den Rücken und die Beweglichkeit der Wirbelsäule, sodass Nacken- und Rückenschmerzen sowie Bandscheibenbeschwerden gelindert werden.
• Immun- und Hormonsystem werden dauerhaft gestärkt.
• Die Konzentration verbessert sich, und die Laune wird merklich positiver.

Entstehung der heißen Yoga-Variante

Entwickelt wurde diese Yoga-Methode von Bikram Choudhury, der 1946 in Kalkutta geboren wurde und bereits mit vier Jahren mit dem Yoga angefangen hat. Nach einer schweren Knieverletzung erarbeitete er zunächst für sich selbst die Abfolge der heutigen Yoga-Übungen, als ihm die Ärzte prognostizierten, dass er nie wieder gehen könne. In über 700 zertifizierten Yoga-Schulen wird Hatha Yoga nach seiner Methode bei 40 °C Raumtemperatur gelehrt und praktiziert. Außerdem bildet Bikram Choudhury seit über 20 Jahren Yoga-Lehrer aus. Er selbst versuchte, seine Yoga-Methode rechtlich zu schützen, was ein amerikanisches Gericht jedoch im Mai 2015 zurückwies. Seitdem gibt es Bikram Hot-Yoga-Schulen, die sich auf ihn berufen, und andere, die sich von ihm distanzieren. Beiden ist eines gemeinsam: Yoga bei Wärme tut einfach gut.

In Hamburg wird Bikram-Yoga hier angeboten:
hamburg40grad.de/bikram-yoga, www.bikramaltona.de

Alexandra Petersen © SeMa

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