Schrift ändern:AAA

Erkältungen vorbeugen

Es wird kälter und regnerischer im Dezember. Dadurch halten wir uns mehr in geschlossenen Räumen auf und gehen seltener an die frische Luft. Das lässt die Schleimhäute trocken werden, die dann anfälliger für Erkältungsviren sind. Zudem sind die Schleimhäute bei Kälte schlechter durchblutet, und weniger Abwehrzellen sind im Einsatz. Im Gegensatz zur Grippe, gegen die es einen Impfschutz gibt, kann uns ein „ganz normaler“ grippaler Infekt jederzeit erwischen. Mit Halsschmerzen fängt es meist an, die dann von Schnupfen und Husten abgelöst werden. Oft begleiten Kopfschmerzen und Fieber die Erkältung. Besonders Ruhe ist dann gefragt. Sollte der Infekt nach ein paar Tagen nicht abklingen, ist der Gang zum Arzt zu empfehlen.

Um den Erkältungsviren ein Schnippchen zu schlagen und das Immunsystem zu stärken, gibt es ein paar einfache Tipps:

Achten Sie auf eine gute Hygiene. Dazu zählt das regelmäßige Händewaschen. Waschen Sie Ihre Hände, wenn Sie nach Hause kommen. Besonders, wenn Sie in öffentlichen Verkehrsmitteln waren. Auch nach jedem Toilettengang, vor der Essenszubereitung bzw. dem Essen oder wenn Sie direkten Kontakt mit Kranken hatten, ist Händewaschen Pflicht. Ein einfaches Abspülen reicht dabei nicht. Nehmen Sie Seife und reiben Sie die Hände für 20 bis 30 Sekunden aneinander. Vergessen Sie nicht die Fingerzwischenräume und Handoberflächen. Auch das gründliche Abtrocknen gehört zu einer guten Hygiene dazu. Für den Fall, dass Sie unterwegs etwas essen möchten und keine Möglichkeit haben, die Hände zu waschen, gibt es Gels und Tücher gegen Viren und Bakterien, beispielsweise aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt, die Sie vor dem Anfassen der Lebensmittel benutzen können.

In unserer Gesellschaft gilt es als unhöflich, sich nicht die Hände zu schütteln bei einer Begrüßung. Da, wo es sich vermeiden lässt, verzichten Sie auf das Ritual. Versuchen Sie darauf zu achten, sich nicht ins Gesicht zu fassen. Gerade über die Hände gelangen die Viren in die Schleimhäute, wenn Sie sich die Nase reiben oder die Finger am oder im Mund haben. Das machen wir oft ganz unbewusst.

Ernähren Sie sich ausgewogen mit Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Ausreichend Flüssigkeit tut den Schleimhäuten gut, die die Krankheitserreger abwehren sollen.
Warme Heizungsluft trocknet die Nasenschleimhäute aus. Sorgen Sie durch regelmäßiges Lüften für frische Luft in Haus oder Wohnung. Auch mit einer kleinen Schüssel Wasser oder einem feuchten Tuch auf der Heizung erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit im Raum.

Gehen Sie täglich raus, auch wenn das Wetter nicht immer dazu einlädt. Es muss nicht besonders lang und sportlich zugehen in höherem Alter. Schon eine halbe Stunde Spazierengehen täglich tut dem Körper gut. Bewegung und frische Luft sorgen für ein stabiles Immunsystem.

Viele Ärzte empfehlen auch die Nasendusche. Dabei wird eine Kochsalzlösung in die Nase gebracht, die die Schleimhäute befeuchtet und Keime rausspült. Wer es bequem haben möchte, kann sich Nasendusche und Salz in der Apotheke kaufen. Es geht aber auch einfach mit Mitteln, die jeder zu Hause hat: 0,9 Gramm Kochsalz in 100 Milliliter lauwarmem Wasser auflösen, das Salzwasser dann in die gewaschene Hand nehmen und mit jeweils einem Nasenloch hochziehen. Die Nasendusche sollte zur Vorbeugung nur ein- bis zweimal in der Woche genutzt werden, um die natürliche Immunabwehr der Nasenschleimhaut nicht zu behindern.
    

Stephanie Rosbiegal © SeMa