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Wenn der falsche Schutzmann klingelt

BETRUG ZUM NACHTEIL DER SENIOREN! Das Risiko, in Hamburg Opfer einer Straftat zu werden, ist geringer als befürchtet. Ebenso die Zahl der Delikte. Hamburg ist sicherer als sein Ruf. Doch die Kriminalstatistiker gießen etwas, allerdings nur etwas Wasser in den Wein: Die Zahl der Betrugsfälle steigt – oft zum Nachteil von Senioren.

„Betrug bei Älteren, das ist ganz niederträchtig, weil dabei oft ganze Lebensgeschichten zu Bruch gehen, wenn das Ersparte geraubt wird.“ Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer beantwortet eindringlich die SeMa-Anfrage: „Wie stark sind ältere Menschen vom Betrug betroffen? Haben sich auch Straftäter darauf eingestellt, dass die Zahl der Älteren steigt? Etwa jeder vierte Hamburger gehört zur Generation 60+. Das sind über 420.000. Tendenz steigend. Aber steigt ebenfalls die Zahl der Älteren, die zum Opfer einer Straftat werden? Hamburgs Statistik zählt hier nur „strafbare Handlungen gegen höchstpersönliche Rechtsgüter“ auf, wenn es also um „Straftaten gegen das Leben, die sexuelle Selbstbestimmung und Rohheitsdelikte“ geht. Hier waren 2017 knapp 1.800 Menschen über 60 Jahre  betroffen.  

Im Alter in Gefahr?

Jedes Schicksal zählt, aber das Risiko, brutal angegangen zu werden, ist recht klein. Die Zahl der Menschen über 60, die insgesamt Opfer überhaupt einer Straftat werden, also etwa von Betrug oder Diebstahl, ist naturgemäß höher. Wer denkt, im Alter bin ich in Gefahr, irrt. Im Gegenteil: Am häufigsten werden junge Männer auf offener Straße überfallen. Genau genommen sinkt mit zunehmendem Alter insgesamt das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden. Die politische Botschaft lautet: Hamburg ist sicher – und sicherer geworden. Auch für Senioren (Lesen Sie dazu das SeMa-Interview mit Hamburgs Innensenator Andy Grote (siehe unten)).

Das sieht Dennis Gladiator, Innenpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, ebenso und schiebt das Ritual  „Wir sind anderer Meinung“ beiseite. Auch er sagt: „Insgesamt ist die Anzahl der Straftaten in Hamburg erfreulicherweise gesunken, dennoch geraten Senioren immer wieder ins Visier skrupelloser Täter, die vor allem durch Trickbetrug, aber auch beim Handtaschenraub gezielt die Gutgläubigkeit, Hilfsbereitschaft und eingeschränkte Mobilität älterer Menschen ausnutzen.“ Doch Gladiator sagt auch: „Trotz rückläufiger Kriminalitätszahlen fühlen sich viele Menschen, insbesondere in der Dunkelheit, wenig bis überhaupt nicht sicher. Hier muss der Senat mit geeigneten Maßnahmen wie beispielsweise besserer Straßenbeleuchtung, mehr Polizeipräsenz oder – wie von uns immer wieder gefordert – mehr Videoschutz nachsteuern.“

Mord in den Schlagzeilen

Allerdings sind es Mord und Totschlag, nicht die Handtaschendiebstähle, die zu Schlagzeilen werden und das Gefühl  stärken: „Man kann ja abends nicht mehr nach draußen gehen. Früher war alles besser, sicherer.“ Besonders älteren Menschen ist die Statistik egal. Sie fühlen sich unsicher, unabhängig von schlauen Zahlen.

Anders in der Strafsache Betrug. Viele Opfer von Trickdiebstahl und Trickbetrug sind über 60 Jahre alt, die Dunkelziffer ist hoch. Bei Betrug und Trickdiebstahl  zeigen immer mehr Betrüger dem Statistiker (und der Polizei) die eiskaltkalte Schulter des Betrügers. Diese sind rücksichtlos aus auf leichte Beute: Ältere, die nicht mehr so fix auf den Beinen, vielleicht vergesslich oder dement sind: Ältere, die ihr Gespartes oft nicht auf die sichere hohe Kante bringen; Ältere, die ihr Geld gerne in der Nähe wissen, weil sie Banken misstrauen oder nichts von bargeldlosem Zahlungsverkehr halten. Bei ihnen finden sich Geld oder Schmuck allzu leicht – gut versteckt – im Badezimmerschrank zu Hause, im Krankenhaus, in der Seniorenwohnanlage.

Betrug in der Wohnung

Senioren sind das Ziel der Betrüger, die sich mit Lug und Trug in die Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaf einnisten, um sie zu überrumpeln. In der Grauzone zwischen legal und illegal, zwischen Straftat und unlauterem Wettbewerb tummeln sich verschiedene Typen. Da ist der seriös gekleidete Herr an der Tür, der minderwertige Teppiche als Orientware verscherbeln will. Der andere preist Heilmittel an, tolle Konditionen für  Zusatzversicherungen oder verspricht Lotteriegewinne, für deren Auszahlung nur eine kleine Vorauszahlung zu leisten sei, um den Überbringer der guten Botschaft auf den Weg zu schicken. Grundsätzlich gilt: Jeder kann in der Widerrufsfrist von meist zwei Wochen ohne Angabe von Gründen einen Kauf rückgängig machen, der an der Haustür, auf der Straße oder bei der Kaffeefahrt  so günstig schien. Unabhängig davon sollte jeder auf den Griechen Pythagoras hören, der nicht nur für geometrische, sondern auch für andere schlaue Sätze bekannt ist. Einer davon: „Tue nichts, was du nicht verstehst.“

Vertrackter wird es, wenn die Bauernfänger direkt ins Haus und nicht nur an der Tür etwas verkaufen wollen. Hier rufen etwa  dubiose Gauner an, die auf den guten Ruf einer Versicherung oder Bank bauen und die Policen in aller Ruhe am Stubentisch prüfen wollen. Dabei  geht's aber nicht um bessere Rente oder mehr. Der Nepper will rein, um an die Schätze zu kommen.

Mitgefühl

Oft wird dabei das Mitleid der Älteren ausgenutzt, wenn eine schwangere Frau vor der Tür um ein Glas Wasser bittet, der Stromableser etwas kontrollieren muss, das Kind auf die Toilette möchte. Aktuell warnt die Polizei vor dem Zettel-Trick. Dabei beobachten – oftmals – Frauen Senioren, wie sie Geld von der Bank abholen. Sie verfolgen sie unbemerkt bis zur Wohnungstür und klingeln: Sie brauchen Zettel und Stift, hätten gern ein Glas Wasser oder müssten auf die Toilette. Andere tun freundlich und sind fies: Sie bieten auf der Straße an, die schwere Einkaufstasche nach Hause zu tragen. Wer hier guten Glaubens dem oder der Fremden die Tür öffnet, muss hellwach sein: Denn nur wenige Momente genügen, um von der eventuell bösen Absicht abzulenken und das Sparkassenbuch einzustecken. Auf Nummer sicher geht der Ältere, der sich genau den Ausweis anschaut oder einfach niemanden in die Wohnung lässt. Mitleid hin, Mitleid her.

Heimtückisch  

Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, kann bei der Hamburger Verbraucherzentrale um Rat gefragt werden. Oder um Tipps, um gar nicht erst zum Opfer zu werden. Sie hilft allerdings weniger gegen Enkel-Tricks oder ähnliche Betrügereien. Hier ist die Polizei der Freund und Helfer, der vorbeugend berät. Ältere fragen bei der Verbraucherzentrale , wenn sie die flink von wortgewandten „Anzugzugträgern“ aus dem Aktenkoffer gezauberten Verträge über billigen Strom, Reisen oder günstiges Kabel-TV eingehend studiert – und die Fallstricke bemerkt haben. Verbraucherberaterin Julia Rehberg sagt: „Menschen der Generation 60 plus kommen zu uns, wenn sie sich übervorteilt oder betrogen fühlen. Wir können nur raten, sich nicht beschwatzen zu lassen. Und sich nicht einschüchtern zu lassen, wenn Anrufer Angst machen.“ Doch wenn dieser Rat nicht fruchtet, weil das Gegenüber so lange und nett plaudert, dann ist der Weg zur Beratung oder zur Anzeige weit.  
Viele Ältere haben wenige Kontakte. Da hat zuweilen die knallharte Urteilskraft dem Wunsch, länger zu plaudern, Platz gemacht. Das nutzen redegewandte Trickser aus.  Keiner gibt gerne zu,  hereingefallen zu sein. „Die Dunkelziffer ist groß, weil gerade Ältere sich schämen. Die Kinder könnten sagen, du bist tüttelig“. Rehberg rät: „Keine falsche Scham.“ Keiner ist gegen Tricks gefeit, auch nicht die, die bald selbst älter sein werden.

Nepp per Post

Und keine Scham, wenn Post aus dem Briefkasten hervorlugt, die einem Schamesröte ins Gesicht treibt. Dann flattern Hinterbliebenen dubiose Kataloge, Prospekte oder unbezahlte Rechnungen für anrüchige Telefondienste ins Haus. Aus Scham wird gezahlt. Dabei wirken selbst Taten wie – der in Hamburg zurückgehende – Handtaschenraub verheerend auf die körperliche und psychische Verfassung älterer Menschen. Wer einem Betrüger in der eigenen Wohnung in die Fänge gerät, der bleibt aus Scham oft für sich. Er traut sich nicht, den Angehörigen davon zu erzählen: „Die glauben mir nicht, sagen, der oder die hat´s falsch mitgekriegt.“

Der unbekannte Enkel

Dabei sind Nepper von heute so clever, dass nicht nur Ältere auf sie hereinfallen. Der Enkeltrick ist bekannt. Da meldet sich ein vermeintlicher Enkel und zimmert ein Lügengebäude zusammen:  Er brauche nach einem Unfall Geld, oder weil er bestohlen worden sei und nach Hause wolle. Immer geht´s um Mitleid. Und davon haben Ältere eine Menge. Das heißt: Wenn jemand anruft und Geld fordert, ist die Devise: Portemonnaie zu. Polizei anrufen.

Gemeiner sind Bauernfänger, wenn sie stärker als bisher auf Technik und den guten Ruf anderer setzen. Es geht um Call-Center-Betrüger: Sie gehen vor wie Servicemitarbeiter einer lauteren Firma. Zuerst ruft jemand an. Eventuell stehen auf der Telefonanzeige Zahlen, die jede beim flüchtigen Hinsehen als 110 oder 112 identifiziert.  Dann der Anrufer: Er gibt sich als Schutzmann aus oder als Staatsanwalt – und warnt davor, dass Schurken unterwegs sind. Sparbuch, Bares und Schmuck der Mutter müssten daher schleunigst an einem sicheren Ort verwahrt werden. Bald käme jemand, der die Wertsachen abholt. Dann sei alles in Sicherheit. Alles Lug und Betrug. Der Abholer ist ein Kumpan des Anrufers. Die Betrüger nutzen aus, dass Polizisten und andere Staatsdiener besonders für Ältere Respektspersonen sind. Noch ärger wird es, wenn gar ein falscher Schutzmann vor der Tür um Einlass begehrt. Hier wird der gute Ruf der Polizei ausgenutzt. Und woher wissen die Betrüger, die etwa von der Türkei aus operieren und daher in keiner deutschen Statistik auftauchen, wen sie anrufen können, weil er älter ist? Hier sind es meist Gewinnspiele oder Preisausschreiben, die zum Fundus für Verbrecher werden. Die Adressen werden weiterverkauft, wenn man dies nicht untersagt.

Falscher Polizist am Telefon

Doch ein klares Nein wird nicht verstanden, wenn die Call-Center-Betrüger irgendwo im Ausland sitzen oder die Daten auf digitalem Weg in die Hände von digitalen Betrügern geraten. Nun  zeigt  sich die fiese Fratze von Digitalisierung und Globalisierung. Hier hakt Dennis Gladiator ein. Der technische Fortschritt und die Globalisierung machten es  immer schwerer, Betrugsstraftaten aufzuklären und die Täter, die oft vom Ausland aus agieren, zu fassen. Er fordert daher mehr gesetzliche Befugnisse zur Strafverfolgung und IT-Experten, um Präventionsmaßnahmen auszuweiten und die Bürger zu sensibilisieren. „Die Polizei muss endlich in die Lage versetzt werden, die Bürger in allen Bereichen zu schützen und die Täter zu ermitteln. Die schlechte Aufklärungsquote ist ein Alarmsignal, das im Senat nicht überhört werden darf.“

Im Bereich der Wohnungseinbrüche waren Polizei und Politik erfolgreich, die Zahl der Taten  zurückzudrängen. Eine Sonderkommission (Soko)  Castle konzentrierte sich auf dieses Delikt: Kritiker wenden ein, durch die Konzentration auf „Wohnungseinbrüche“ sank deren Zahl, dafür fehlte an anderer Stelle Personal und Zeit, etwa um Betrüger dingfest zu machen. Daher hält Gladiator eine Schwerpunktbekämpfung von Delikten durch Sonderkommissionen wie die Soko Castle zwar für gut und richtig. Doch dürfe die Bekämpfung anderer Delikte nicht auf der Strecke bleiben: „Wir fordern, dass die Bekämpfung von Betrugs- und Cyberdelikten Schwerpunkt der Polizeiarbeit wird. Sie muss aber in die Lage versetzt werden, alle Formen der Kriminalität erfolgreich zu bekämpfen.“ Dann sei keine SoKo Oldie erforderlich.  Und da ist er wieder einig mit dem Innensenator  – in der Sache „Sicherheit für Senioren.“

„Hamburg wird sicherer – auch für ältere Menschen“

SeMa-Interview mit Andy Grote, SPD, Senator, Präses der Behörde für Inneres und Sport der Freien und Hansestadt Hamburg: „Die objektiv sehr gute Sicherheitslage in Hamburg kommt nicht bei allen auch subjektiv sofort an.“

SeMa: Als die Polizeistatistik 2018 vorgestellt wurde, sprachen Sie von einer guten Nachricht, die alle Hamburger und Hamburgerinnen gut schlafen lassen kann. Die Zahl der Verbrechen ist zum dritten Mal in Folge auf dem Rückzug. Wie sicher ist Hamburg?

Andy Grote: Sehr sicher. So sank die absolute Zahl der Straftaten auf den tiefsten Stand seit 37 Jahren. Doch nicht nur die Zahl der erfassten Delikte ging zurück. Parallel dazu steigt auch die Aufklärungsquote. Das bedeutet für den Bürger: Die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, ist so niedrig wie zuletzt 1980 – und das vor dem Hintergrund der an Einwohnern immer weiter wachsenden Stadt. Das sind Zahlen, die sich sehen lassen können.

SeMa: … und die die Bürgerinnen und  Bürger wieder ruhig schlafen lassen können? Oft klaffen das Gefühl für eine Gefährdung  und das zählbare Risiko, zum Opfer zu werden, auseinander. Wie bewerten Sie die gefühlte Sicherheit?

Andy Grote: Es ist so, dass die objektiv ja sehr gute Sicherheitslage in Hamburg nicht bei allen auch subjektiv sofort ankommt. Das ist durchaus verständlich. Denn wer sein Haus oder seine Wohnung verlässt  und den öffentlichen Raum im Stadtviertel betritt, hat ja nicht die Kriminalstatistik im Kopf. In das Gefühl der Sicherheit oder Unsicherheit spielen viele Dinge mit hinein: Wie sieht es im Viertel aus? Wie ist der Alltag auf der Straße? Halten sich auch die anderen an die Regeln …

SeMa: Was macht die Polizei?

Andy Grote: Ob sich jemand sicher fühlt, hat viel damit zu tun, wie er das Viertel sieht, in dem er wohnt. Deswegen verstärken wir die polizeiliche Präsenz, den Kontakt zum Bürger und damit die Sichtbarkeit der Polizei. Wir werden uns aber auch um andere Punkte kümmern, die das gute Gefühl in der Stadt stärken. Das reicht vom schnellen Eingreifen, wenn sich manche nicht an Regeln halten, bis hin zur Beleuchtung.

SeMa: Wer profitiert davon?

Andy Grote: Wir haben – wie jede Stadt – Bevölkerungsgruppen, die besonders verletzbar und daher besonders vorsichtig sind. Sie neigen dazu, mit einem Unsicherheitsgefühl in manche Situation hineinzugehen. Das sind oft ältere Menschen. Auch für sie wollen wir die Umfeld-Bedingungen verbessern, dass sie das Gefühl haben: Ich kann auch abends mit der U-Bahn fahren oder nachts in aller Ruhe vor die Tür gehen.

SeMa: Das betrifft den öffentlichen Raum. Wie sicher sind Menschen zu Hause? Wie stark sind sie mit Betrug konfrontiert? Das Betrugsdelikt ist das einzige, das in der Kriminalstatik nach oben geht.

Andy Grote: Wir haben eine Zunahme an Betrugsfällen.  Dabei gibt es bestimmte Vorgehensweisen, von denen besonders ältere Menschen betroffen sind. Das sind zum Beispiel die Call-Center-Szenarien. Dabei werden aus dem Ausland bevorzugt Senioren angerufen, um sie mit Schock- oder Drohgeschichten zu verunsichern. Am Telefon werden unwahre Geschichten erzählt, um die Betroffenen zu täuschen und sie beispielsweise zu veranlassen, Vermögenswerte zu übertragen. Das ist eine besonders perfide Masche, auf die aber zum Glück nur wenige hereinfallen.

SeMa: Wie oft kam es in Hamburg zu Call-Center-Delikten?

Andy Grote: Der Fachdienststelle wurden im vorigen Jahr rund 2700 Anrufe gemeldet. Aber nur knapp 40 davon führten zu vollendeten Betrugstaten. Das heißt: Die Angerufenen sind oft klug genug, aufzulegen. Das hängt auch mit der erfolgreichen Aufklärungsarbeit der Polizei zusammen.

SeMa: Die Statistik weist auch mehr Betrugsfälle via  Internet aus. Wie sind Ältere betroffen?

Andy Grote: Betrugsdelikte im Internet nehmen zu, über alle Altersgruppen. Womöglich sind  ältere Menschen eher betroffen, weil sie in der digitalen Welt oft noch nicht ganz so erfahren sind. Der Online-Handel wird in den nächsten Jahren weiter wachsen, und damit nehmen perspektivisch auch die Tatgelegenheiten für Betrüger zu. So sollte man der netten Mail, die einen Gewinn ankündigt, besser keinen Glauben schenken. Hier ist grundsätzlich ein gesundes Misstrauen angebracht.

SeMa: Die Wohnungseinbrüche gingen in den vergangenen Jahren zurück, weil sich eine Sonderkommission Castle dazu gründete.  Wenn jetzt die Zahl der Betrugsfälle gegenüber Älteren zunimmt: Kommt eine Soko Oldie?

Andy Grote: Wir haben uns vorgenommen, uns in der Betrugsbekämpfung besser aufzustellen. Die Polizei wird ihre Arbeit hier neu strukturieren. Doch Betrug ist ein Massenphänomen. Es betrifft alle Bevölkerungsgruppen. Daher werden wir uns nicht  auf einzelne Gruppen spezialisieren.

Dr. H. Riedel © SeMa