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Hinzuverdienstgrenze Altersrente

So viel können Sie hinzuverdienen ...

Sie sind Rentner und stellen nach ein, zwei Jahren fest, dass Sie doch gern noch etwas arbeiten würden? Sie haben Ihr Leben lang als Maurer gearbeitet, wollten aber schon immer mal in einer Bibliothek aushelfen? Ihnen wird ein Job angeboten, den Sie aufgrund Ihrer Erfahrung gern annehmen würden, Ihre Rente wollen Sie aber nicht verlieren? – Oder: Ihre Rente ist so knapp, dass Sie gern etwas hinzuverdienen wollen, um finanziell besser über die Runden zu kommen. Viele Menschen stehen dann vor der Frage: Wie viel darf ich als RentnerIn hinzuverdienen, ohne dass mein Rentenanspruch gefährdet wird?

Gleich vorneweg: Es wirkt zuerst verwirrend, aber es ist nicht so kompliziert, dass Sie es erst gar nicht versuchen sollten. Deshalb der wichtigste Tipp: Wenn Sie weiter oder wieder arbeiten wollen, dann sollten Sie sich beraten lassen!

Das Gespräch mit jemandem, der sich auskennt, oft ehrenamtliche Berater der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV), ist kostenlos, und Sie können alle Eckdaten erfragen. Rund 2.600 Versichertenberaterinnen und Versichertenberater stehen dafür im gesamten Bundesgebiet zur Verfügung. In und um Hamburg finden Sie Ansprechpartner in Norderstedt, Pinneberg und Hamburg.

Rente und Hinzuverdienst flexibel miteinander verbinden

Wie viel Sie zur gesetzlichen Rente hinzuverdienen dürfen, ohne Ihren Rentenanspruch zu gefährden, hängt von Ihrem Lebensalter ab. „Bis zum Erreichen der regulären Altersgrenze dürfen bei Bezug einer vorgezogenen Altersrente bis zu € 6.300,– im Kalenderjahr anrechnungsfrei hinzuverdient werden“, sagt Gundula Sennewald, Sprecherin der DRV in Berlin. „Der über den Betrag von € 6.300,–  hinausgehende Verdienst wird durch zwölf geteilt und zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Die Rente wird dann nur noch als Teilrente gezahlt.“

Unbegrenzt hinzuverdienen ab der Regelaltersgrenze

Wer die Regelaltersgrenze schon erreicht hat, kann grundsätzlich unbegrenzt hinzuverdienen. Die Beschäftigung muss dann auch nicht bei der DRV gemeldet werden. Darauf, dass der Hinzuverdienst gegebenenfalls auf die eigene Krankenversicherung oder auf eine bezogene Witwen- oder Witwerrente Einfluss habe“, weißt Sennewald hin. Beim Einkommen ab der Regelaltersgrenze müssen dann auch keine eigenen Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt werden. Sie dürfen aber – und würden damit jedes Jahr Ihre Rente erhöhen.

Regelaltersgrenze: Was ist das?

Die sogenannte Regelaltersgrenze beschreibt den Zeitpunkt, ab dem Menschen ihre Regelaltersrente erhalten. Die genauen Regelaltersgrenzen der jeweiligen Geburtenjahrgänge sind im Sozialgesetzbuch VI definiert (§ 35 Satz 2 SGB VI). Sie steigen seit dem Jahr 2012 stufenweise von 65 Jahren auf 67 Jahre an. Wer nach 1963 geboren wurde, geht also mit 67 Jahren in Rente.

IN KÜRZE

• Wer die sogenannte Regelaltersgrenze erreicht hat, darf zur gesetzlichen Rente unbegrenzt etwas dazuverdienen.
• Wer jünger ist und bereits eine volle Rente bekommt, muss die Hinzuverdienstgrenze von € 6.300,– im Jahr beachten.
• Alles darüber wird teilweise auf die Rente angerechnet.
• Die Hinzuverdienstgrenzen änderten sich im Juli 2017 durch das Gesetz der Flexi-Rente.

Quelle: Finanztip.de

Beispielsrentnerin Heidi

Heidi (63) bezieht eine vorgezogene Altersrente in Höhe von € 900,–. Daneben verdient sie mit einer Beschäftigung noch € 1.400,– monatlich. Das sind jährlich € 16.800,–. Dieses Entgelt übersteigt den Freibetrag von € 6.300,– um € 10.500,–. Daher muss Heidis Rente gekürzt werden. Ein Zwölftel von € 10.500,– (= € 875,–) wird zu 40 Prozent auf Heidis Rente angerechnet, das sind € 350,–. Daher muss Heidis Altersrente von ursprünglich € 900,– um € 350,– auf € 550,– pro Monat vermindert werden.

Quelle: deutsche-rentenversicherung.de

Beratungsstellen in und um Hamburg:

• Norderstedt (Rathausallee 70, Terminvereinbarung: Tel. 040/650 55 78-0),
• Pinneberg (Bismarckstr. 23, Terminvereinbarung: Tel. 04101/54 27-0)
• Hamburg (Millerntorplatz 1, Hamburg-Neustadt, Terminverein- barung: Tel. 040/348 91 -250 60 oder Tel. 0800/300 80 05).

Weitere Auskünfte erhalten Versicherte, Rentnerinnen und Rentner auch unter der allgemeinen Service-Hotline der Deutschen Rentenversicherung Tel. 0800/10 00 48 00.

Corinna Chateaubourg © SeMa

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