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Umziehen in Zeiten von Corona

Wie ein Hamburger Räumungsunternehmen die Situation meistert

Das Team von Alsterschlepper – Haushaltsauflösungen Hamburg hat schon so einiges gesehen: Besonders herausfordernd sei immer wieder das Räumen von sogenannten Messie-Wohnungen, sagt Christian Requard, Geschäftsführer des Hamburger Unternehmens. Gleichzeitig waren er und seine Mitarbeiter gerade dadurch schon im Vorfeld gut auf die Corona-Pandemie vorbereitet: „Auch in Messie-Wohnungen müssen wir uns ja mit Schutzanzug, Atem-Schutzmaske, Handschuhen oder Schuhüberziehern und so weiter schützen. Das Material hatten wir schon oder konnten es uns schnell besorgen.“

Das Hauptgeschäft besteht aber aus ganz normalen Haushaltsauflösungen und Umzügen, gerade für Senioren. Dass auch die hygienischen Bedingungen während der Corona-Zeit genauestens eingehalten werden können, dafür steht der gelernte Krankenpfleger ein: „Wir sind mit Anzügen, FFP2-Masken, Handschuhen und auch Gesichtsvisieren im Sinne von Schweißerhelmen bestens ausgerüstet. Das haben auch viele Pflegeeinrichtungen rasch bemerkt.“

Auf Notfall-Räumungen eingestellt

Und so brummt der Laden zurzeit, die Auftragsbücher sind voll. Requard und sein Team können aber nach wie vor schnell helfen.  Auch im Fall einer sogenannten Notfall-Räumung. „Auf Pflegestationen ist jeder Todesfall eine sogenannte Not-Räumung, da die Pflegeheime gezwungen sind, die gesuchten Betten innerhalb von drei Tagen wieder zu belegen. Das führt dazu, dass wir für unsere Einrichtungen teilweise innerhalb von ein bis zwei Tagen eine Räumung organisieren müssen – trotz eines vollen Terminkalenders mit Vorlaufzeiten von normalerweise zwei Wochen“, so Requard.
Kontakt-Vermeidung und Abstand halten ist das Gebot der Stunde. „Im Vergleich zu normalen Zeiten müssen wir momentan bei jeder Haushaltsauflösung von einer Infektionsgefahr ausgehen und versuchen deshalb, auch Kontakte zu Angehörigen und in unserem Umfeld möglichst gering zu halten“, sagt Requard, der die Alsterschlepper vor acht Jahren gegründet hat.

„Sachspenden weiterzugeben ist gerade schwierig“ (Christian Requard)

Dass durch die Situation die Recyclinghöfe der Stadt zurzeit von Privatleuten überlaufen sind, tut ihm etwas leid. „Natürlich versuchen wir, auch in Corona-Zeiten unserer sozialen Verpflichtung treu zu bleiben und brauchbare Möbel und Hausrat möglichst an Einrichtungen zu geben, um nicht immer alles wegzuschmeißen“, so Requard. Leider seien momentan viele gemeinnützige Einrichtungen geschlossen, sodass sie mit ihren Spenden im Moment Abgabe-Schwierigkeiten hätten. „Wir geben aktuell nur Dinge aus Haushalten ab, in denen niemand mit Corona infiziert war beziehungsweise aus Einrichtungen, in denen keine Fälle aufgetreten sind. Alle anderen Dinge müssen wir leider komplett entsorgen.“  

Alsterschlepper Haushaltsauflösungen UG, Neßdeich 58a, 21129 Hamburg-Finkenwerder, Tel.: 040/78 80 09 73, Fax 040/35 67 54 837, E-Mail: info@alsterschlepper.de, Mo.-Sa., 8-20 Uhr

Corinna Chateaubourg © SeMa